[:de]Die 3 häufigsten Produktionsprobleme in der Extrusion – Teil 2[:en]The 3 most common production problems in extrusion – Part 2[:]

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Bei der Extrusion von Rohren, Profilen, Platten, Folien, Voll- und Hohlstäben oder anderen Halbzeugen können unterschiedliche Probleme auftreten, die die Wirtschaftlichkeit der Prozesse verschlechtern können. Diese Probleme können sowohl die Produktion selbst betreffen, aber auch aus dem Markt oder äußeren Umständen heraus entstanden sein. Wir zeigen Ihnen die häufigsten Fehlerursachen und bieten Ansätze um diese zu vermeiden.

Teil 1 dieses Beitrages

Produktionsproblem #2: Mitarbeiter Verfügbarkeit & Know-how

Fachkräfte zu finden ist heutzutage oft nicht leicht und in vielen Fällen werden daher häufig fachfremde Mitarbeiter in der Produktion eingesetzt. Werden dazu weitere Aspekte wie etwa der demografische Wandel oder ein nicht selten hoher krankheitsstand einbezogen, so können dies Ursachen für hohe Produktivitätsprobleme sein, die durchaus auch wirtschaftliche Risiken erzeugen können.

Insbesondere in Hinblick auf diese Ausgangssituation ist der Umgang mit internem Know-how ein ganz besonders wichtiger Aspekt . In manchen Betrieben findet man eine Mentalität vor, dass Mitarbeiter ihr persönliches Wissen horten und nach Möglichkeit niemanden daran teilhaben lassen. Anstatt einem Kollegen die wichtigen Handgriffe zur Problemlösung zu zeigen, wird dieser Erfahrungsschatz geheim gehalten oder durch unvollständige Informationsweitergabe bewahrt.

Aus Sicht der jeweiligen Mitarbeiter resultiert dieses Verhalten oft aus unterschiedlichen Beweggründen. In manchen Fällen ist es der Wunsch nach Anerkennung oder Wertschätzung (“Unser Herr Müller kriegt die Anlage immer zum Laufen!”). In anderen Fällen ist es die Angst vor einem Arbeitsplatzverlust (“Wäre Herr Müller nicht der einzige der die Anlage bedienen kann, hätten wir uns schon längst von ihm getrennt”). Es können aber auch andere Gründe dafür ursächlich sein, wie etwa fehlende Möglichkeiten zum Wissenstransfer, fehlende Sympathie zwischen den Beteiligten oder eine allgemeine Unternehmenskultur die den “stärksten” fördert und die “schwächsten” ausgrenzt.

Betrachtet man die allgemeinen Zahlen zur Entwicklung des Durchschnittsalters der Bevölkerung wird eine weitere Komponente deutlich. Während das Durchschnittsalter der Weltbevölkerung im Jahr 2000 bei etwa 26 Jahren gelegen hat, liegt es heute bereits bei ca. 30 Jahren. Prognosen gehen davon aus, dass es bis zum Jahr 2050 auf über 36 Jahre ansteigen wird.

Diese Entwicklung sieht man auch in vielen Produktionsbetrieben. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter steigt, viele Know-how Träger stehen kurz vor dem Renteneintritt und es gibt nur wenige junge Mitarbeiter, die in der Lage wären diesen Know-how Verlust auszugleichen. Gleichzeitig verliert der Beruf eines Kunststoffformgebers nach und nach in den Köpfen vieler junger Menschen an Attraktivität, obwohl dies eine ausgesprochene vielfältige und abwechslungsreiche Tätigkeit sein kann.

Aber es existieren Möglichkeiten, diese Probleme zu verringern. Wichtig ist es, die Situation eines Betriebes zu erfassen und zu identifizieren was die Ursachen für die Personalprobleme sind. Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern sowie die Etablierung einer funktionierenden “internen Wissensweitergabe” sind dabei ganz wesentliche Faktoren. Zudem existieren heute – im Zeitalter von Industrie 4.0 – vielfältige Möglichkeiten die Produktion durch digitale Systeme zu unterstützen. Ziel dabei sollte es sein, den Mitarbeiter zu entlasten, so dass einfache und monotone Tätigkeiten entfallen und der Mitarbeiter die Zeit zur Verfügung hat, sich um die wesentlichen Inhalte zu kümmern.

In unseren folgenden Beiträgen werden wir dazu auf Themen wie diese eingehen:

  • internes Know-how nutzen um bessere Produktqualität zu erzeugen
  • robuste Prozesse durch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter
  • optimale Prozessparameter identifizieren und als Rezept verankern
  • Umgebungseinflüsse – wie können diese verringert werden
  • Digitalisierung der Extrusion – Mitarbeiter entlasten
  • Prozessdaten zur Steigerung der Transparenz
  • Industrie 4.0 in der Kunststoffverarbeitung – Assistenzsysteme für die Extrusion
  • Kunststoffwissen kompakt – Grundlagen Extruder
  • Kunststoffwissen kompakt – Grundlagen Werkzeuge
  • Kunststoffwissen kompakt – Grundlagen Folgeequipment
  • Kunststoffwissen kompakt – Grundlagen Fördern und Dosieren
  • Troubleshooting Extrusion

In unserem Downloadbereich finden Sie unter anderem eine Checkliste zur Überprüfung Ihrer Ausgangssituation sowie ergänzende Informationen zur Mitarbeitermotivation.

Produktionsproblem #3: Robuste Prozesse, Qualität und Produktivität

Typische Qualitätsprobleme in der Extrusion sind Inhalt unseres dritten Kapitels. Dazu zählen Probleme wie:

  • Oberflächenqualität
  • Bartbildung
  • Schwarze Stippen
  • Lunker und Vakuolen
  • Flattern von Folien
  • Bogenlauf von Profilen
  • Eigenspannungen
  • Rohrendeneinfall
  • Sagging
  • Shark Skin
  • Orange Peel
  • Rauigkeiten
  • Temperprozesse vermeiden
  • Durchsatz steigern aber wie
  • Pulsieren des Extruders
  • Druckschwankungen
  • Mischen und Homogenisieren

Teil 3 dieses Beitrages

Lassen Sie sich hier für unseren kostenlosen Downloadbereich freischalten und lassen Sie sich über neue Themen informieren.

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The extrusion of pipes, profiles, sheets, films, solid and hollow rods or other semi-finished products can cause a wide variety of problems that can impair the economic efficiency of the processes. These problems may concern the production itself, but may also have arisen from the market or external circumstances. We will show you the most common causes of errors and offer approaches to avoid them.

(please visit also the 1st part of this article)

 

Production Problem #2: Staff Availability & Know-how

Nowadays it is often not easy to find skilled workers and in many cases external employees are often employed in production. If other aspects such as demographic change or a not uncommonly high level on illness are taken into account, these can be the cause of high productivity problems, which can also pose economic risks.

Particularly in view of this initial situation, dealing with internal know how is a particularly important aspect. In some companies there is a mentality that employees hoard their personal knowledge and if possible do not allow anyone to participate. Instead of showing a colleague the important steps for problem solving, this wealth of experience is kept secret or preserved by incomplete passing on of information. From the point of view of the respective employees, this behaviour often results from different reasons. In some cases it is the desire for recognition or appreciation (“Our Mr. Müller always gets the system up and running!”. In other cases, it is the fear of a job loss (“If Mr. Müller were not the only one who could use the plant, we would have already parted with him long ago.”). However, there may be other reasons for this, such as a lack of opportunities for knowledge transfer, lack of sympathy between the participants or a general corporate culture that promotes the “strongest” and excludes the “weakest”.

Looking at the general figures on the development of the average age of the population, another component becomes clear. While the average age of the world’s population in 2000 was about 26 years, today it is already around 30. Forecasts assume that it will rise to over 36 years by 2050.

This development can also be seen in many production plants. The average age of employees is rising, many know-how holders are on the verge of retirement and there are only a few young employees who would be able to compensate for this loss of know-how. At the same time, the profession of a plastic molder is gradually losing its appeal in the minds of many young people, although this can be an extremely diverse and varied activity.

But there are ways to reduce these problems.  It is important to understand the situation of a company and to identify what causes the personnel problems. Training and further education of employees as well as the establishment of a functioning “internal knowledge transfer” are essential factors in this respect. In addition, in the age of industry 4.0, there are many possibilities to support production with digital systems. The aim should be to relieve the employee so that simple and monotonous tasks are no longer necessary and the employee has the time to take care of the essential content.

In our following articles we will discuss topics such as these:

  • Use internal know-how to produce better product quality
  • Robust processes by qualified and motivated employees
  • Identify optimal process parameters and anchor them as a recipe
  • Environmental influences – how to reduce them
  • Digitisation of extrusion – reducing the workload of employees
  • Process data to increase transparency
  • Industry 4.0 in plastic processing – assistance systems for extrusion
  • Compact knowledge of plastics – basic tools
  • Compact knowledge of plastics – basics of follow-up equipment
  • Compact knowledge of plastics – basics of conveying and dosing
  • Troubleshooting extrusion

In our download area you will find among other things, a checklist to check your initial situation and additional information on employee motivation.

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